Multiple Sklerose Behandlung

Multiple Sklerose: Symptome, Ursachen und moderne Behandlung im Überblick

Multiple Sklerose (MS) ist eine der häufigsten neurologischen Erkrankungen in Deutschland. Schätzungsweise über 280.000 Menschen leben in Deutschland mit dieser Diagnose. Obwohl MS bis heute nicht heilbar ist, stehen inzwischen zahlreiche wirksame Therapien zur Verfügung, mit denen Betroffene ein weitgehend selbstbestimmtes Leben führen können.

Was ist Multiple Sklerose?

Multiple Sklerose ist eine chronisch-entzündliche Erkrankung des zentralen Nervensystems, also von Gehirn und Rückenmark. Bei MS greift das körpereigene Immunsystem fälschlicherweise die schützende Isolierschicht der Nervenfasern an, die sogenannte Myelinscheide. Dadurch entstehen entzündliche Herde, die die Reizweiterleitung zwischen Nervenzellen stören. Man spricht deshalb auch von einer Autoimmunerkrankung. Die genaue Ursache ist bis heute nicht vollständig geklärt, vermutet wird ein Zusammenspiel aus genetischer Veranlagung und äußeren Faktoren wie Vitamin- und Nährstoffmängel ( z.B. Vitamin-D), Rauchen oder bestimmten Virusinfektionen. Insbesondere der Epstein-Barr-Virus als Mitauslöser der Erkrankung ist ins Visier der Forschung geraten (Artikel Tagesschau.de vom 16.7.2026).

Typische Symptome von MS

Die Symptome der Multiplen Sklerose sind sehr vielfältig, da sie davon abhängen, welche Nervenbahnen betroffen sind. Häufige Frühzeichen sind:

  • Sehstörungen und Augenschmerzen (Sehnerventzündung)
  • Empfindungsstörungen wie Kribbeln oder Taubheitsgefühle
  • Muskelschwäche oder Lähmungserscheinungen
  • Koordinations- und Gleichgewichtsstörungen
  • Ausgeprägte Erschöpfung (Fatigue)

Die Erkrankung verläuft oft schubweise : Symptome treten plötzlich auf und bilden sich anschließend teilweise oder vollständig wieder zurück. Im weiteren Verlauf kann die Erkrankung in eine fortschreitende Form übergehen.

Wie wird Multiple Sklerose diagnostiziert?

Die Diagnose stützt sich vor allem auf die Magnetresonanztomographie (MRT), mit der sich entzündliche Herde im Gehirn und Rückenmark sichtbar machen lassen. Ergänzend werden häufig eine neurologische Untersuchung, eine Analyse des Nervenwassers (Liquorpunktion) sowie Bluttests durchgeführt, um andere Erkrankungen auszuchließen.

Schulmedizinische Behandlung der Multiplen Sklerose

Die Behandlung von Multipler Sklerose stützt sich in der Schulmedizin auf drei Säulen: die Schubtherapie, die verlaufsmodifizierende Basistherapie und die symptomatische Therapie.

Schubtherapie: Bei einem akuten Krankheitsschub kommen in der Regel hochdosierte Kortison-Infusionen zum Einsatz. Sie wirken entzündungshemmend und sollen dazu beitragen, dass sich die Beschwerden schneller zurückbilden.

Verlaufsmodifizierende Therapie: Diese sogenannten DMTs (Disease Modifying Therapies) zielen darauf ab, die Zahl und Schwere künftiger Schübe zu reduzieren und das Fortschreiten der Behinderung zu verlangsamen.

Symptomatische Therapie: Zusätzlich werden gezielt einzelne Beschwerden behandelt, etwa Spastik, Blasenstörungen, Schmerzen oder die für MS typische Fatigue. Hier kommen sowohl Medikamente als auch Physiotherapie, Ergotherapie oder Reha-Maßnahmen zum Einsatz.

Funktionell-medizinische und naturheilkundliche Ansätze zur begleitenden Behandlung bei Multipler Sklerose

Gemeinsam schauen wir uns den

Folgende Ansätze aus funktioneller Medizin und Naturheilkunde unterstützen bei Multipler Sklerose die schulmedizinische Behandlung und können die Situation der Betroffenen verbessern:

  • Aufdeckung von Vitamin- und Nährstoffmängeln über ganzheitliche Labordiagnostik
  • Auffüllen von Nährstoffmängeln
  • Beratung zu antientzündlicher Ernährung
  • Mikrobiomdiagnostik und Darmsanierung
  • Narbenentstörung
  • Auffinden von stillen Entzündungen im Körper per Labordiagnostik oder Kinesiologie, die das autoimmune Geschehen triggern
  • Stressabbau und Psychohygiene
  • Unterstützung des Immunsystems z.B. mittels Mikroimmuntherapie
  • Ggf. Linderung von Symptomen mittels Phytotherapie und Ohrakupunktur